Nach dem erfolgreichen Turnaround schreibt die
Lufthansa-Tochter Swiss seit 2006 schwarze Zahlen. Der Erfolgskurs setzte sich auch 2007 fort. Die Airline sieht sich dadurch in der Lage, umfangreich in Flotte und Produkt zu investieren und damit ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Auch die Mitarbeiter sollen einen Teil des Gewinns erhalten. Rückwirkend per 1. Juli 2007 wird ein
Gewinnbeteiligungsmodell für die Swiss Mitarbeiter eingeführt. Die Höhe richtet sich nach der erreichten Umsatzrendite (EBIT-Marge).
"Alle Mitarbeitenden haben massgeblich zum Erfolg von Swiss beigetragen. Swiss ist heute in der Lage, weit über eine Milliarde Franken in ihre Flottenerneuerung zu investieren. Mit der
Gewinnbeteiligung soll auch ein Teil des Gewinnes an die Mitarbeitenden zurückfliessen", argumentiert Swiss Personalchef Antonio Schulthess. "Das ist Bestandteil unserer langfristigen Personalpolitik und das Ergebnis einer soliden Sozialpartnerschaft mit den Personalverbänden", so Schulthess weiter.
Die Geschäftsleitung und die Personalverbände haben gemeinsam ein
Gewinnbeteiligungsmodell entwickelt. Das Modell soll die Mitarbeitenden am Gewinn beteiligen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu gefährden. Um den aktuellen Erfolg und somit das
Gewinnbeteiligungsmodell auf eine tragfähige Basis zu stellen, sind die Geschäftsleitung und die Personalverbände übereingekommen, die laufenden Gesamtarbeitsverträge um zwei Jahre zu verlängern. Das Modell muss noch von der Basis der verschiedenen Personalverbände angenommen werden.
Im November 2006 hatte die Swiss Flugbegleitpersonal im Alter um die 40 Jahre ein Jahresgehalt als Abfindung für das vorzeitige Verlassen des Unternehmens angeboten. Damit sollte die Personalstruktur verjüngt und zugleich kostengünstiger gestaltet werden.