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Lufthansa: Falsche Versprechungen mit A 380 - Peking darf nicht wie geplant angeflogen werden

01.09.2010 [19:13]

Das mit viel Tamtam eingeführte Lufthansa-Flagschiff Airbus A 380 darf nicht wie geplant nach Peking fliegen. Statt drei wöchentlichen Diensten fliegt der Walfisch-Jet jetzt nur einmal pro Woche ab Frankfurt. Weder der A 380-Taufname "Peking" noch ein Eilbesuch des Vorstandes in China konnten das Debakel vermeiden. Die Überkapazitäten gehen jetzt nach Johannesburg.

Frankfurt - Die Lufthansa darf nicht wie lange Zeit angekündigt, dreimal wöchentlich mit dem A 380 nach Peking fliegen. Statt drei gibt es lediglich einen einzigen Flug in die chinesische Boomtown. Damit steht die Airline vor einem riesigen Kapazitätsproblem. Über Monate hatte das Unternehmen angekündigt, mehrmals wöchentlich die Strecke Frankfurt-Peking in beiden Richtungen zu bedienen.

Mit Millionenaufwand wurde der A 380 nach seiner mehrjährigen Auslieferungsverzögerung weltweit promotet, um Goodwill und Vertrauen bei der Kundschaft trotz der engen Sitzversion mit 526 Sitzen an Bord zu schaffen.

Erstmalig wurde sogar die Taufe eines Lufthansa-Flugzeug auf den Namen einer chinesischen Stadt angekündigt. Auch ein Blitzbesuch des LH-Vorstandes Stefan Lauer in China konnte das Debakel nicht abwenden. Es bleibt zunächst bei einer wöchentlichen Verbindung.

Alternativzielort für den Großraumjet A 380 ist nun Johannesburg in Südafrika. Die Strecke zwischen Frankfurt und der diesjährigen WM-Metropole wird ab 12. September zweimal wöchentlich bedient. Zuvor war dies erst ab 25. Oktober angekündigt worden. Flugtage sind Donnerstag und Sonntag. Flüge nach Südafrike dürften also kurzfristig billiger werden, um die vielen Plätze auf dem A 380 an den Kunden zu bringen. Wann die Airline die A 380-Flüge nach Peking tatsächlich ausweiten kann, ist nicht absehbar.

Foto: Carstino Delmonte/ Touristikpresse.net



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